Energiespartipps

Stromspartips

Seit der atomaren Katastrophe in Fukushima ist die Energiewende in aller Munde. Der Zubau an Photovoltaik– und Windkraftanlagen ist enorm. Jeder Stromkunde beteiligt sich freiwillig oder unfreiwillig an der Finanzierung in Form der EEG-Umlage, die Jahr für Jahr in der Stromrechnung ausgewiesen wird und an die 4 Übertragungsnetzbetreiber abgeführt werden muss um den Anlagenbetreibern die Vergütungssätze bezahlen zu können. Der künftige Stromnetzausbau verschlingt in Deutschland weitere Millionenbeträge. Man liest von Speicherkonzepten oder einer bedarfsgerechten Erzeugung, das bedeutet, dass Energie nur dann erzeugt werden soll, wenn Sie auch benötigt wird. Die Regeleingriffe in den deutschen Übertragungsnetzen nehmen Jahr für Jahr massiv zu. All dies verursacht Kosten die auf Sie als Stromkunde umgelegt werden in Form einer Umlage bzw. in Form des Netzentgelts.
Die steigenden Energiekosten belasten die Haushalte zunehmend. Es mag sein, dass die Energiewende in Deutschland gelingt. Wir als kleiner Energieversorger bemühen uns, unser Möglichstes hierzu beizutragen. Dass unser verschwenderischer Umgang mit Energie außerdem zum Klimawandel beiträgt und diesen beschleunigt, ist ein weiterer Grund, aktiv zu werden. Wir alle sollten bestrebt sein, sämtliche Möglichkeiten effizienter und nachhaltiger Energieerzeugung auszuschöpfen und Energie einzusparen. Denn die beste Kilowattstunde ist die, die erst gar nicht verbraucht wird. Vor diesem Hintergrund haben wir hier 10 wertvolle Stromspar-Tips für Sie zusammengestellt, mit denen Sie auch ohne großen Aufwand Ihren Stromverbrauch senken können.

Unsere Top 10

1) Automatisch Standby abschalten (Master-Slave-Steckdoseneinheit) Oft hängen in Haushalten mehrere elektronische Geräte zusammen an einer Steckdose (Computer/Montiro/Drucker/Lautsprecher/Hifi-Anlage). Eine sogenannte Master-Slave-Steckdoseneinheit kann hier hilfreich sein: Schaltet man das Hauptgerät (Master) aus, zum Beispiel den PC, trennt die Steckdosenleiste automatisch alle anderen angeschlossenen Geräte (Slaves). Entsprechend den jeweiligen Geräten kann hier schnell ein jährliches Einsparpotenzial von bis zu 150 kWh vorliegen.

2) Effizient beleuchten: In Räumen, in denen Lampen im Schnitt eine Stunde und länger täglich leuchten, macht sich der Einsatz moderner LED-Leuchtmittel schnell bezahlt. Sofern man nur an diesen Stellen die alten Glühbirnen tauscht, bleiben die Ausgaben moderat. Der jährliche Stromverbrauch für die Beleuchtung verringert sich dagegen erheblich. Durch den Austausch der ineffizienten Leuchtmittel kann ein Haushalt mit zwei Personen bis zu 250 Kilowattstunden jährlich einsparen.

3) Erneuerung der Heizungspumpe: Die Umwälzpumpe transportiert in jeder Heizungsanlage das heiße Wasser vom Heizkessel zu den Heizkörpern. In mehr als 70% der Heizungsanlagen sind veraltete und überdimensionierte Pumpen eingebaut, die dauerhaft zu viel Strom benötigen. Ungeregelte Pumpen arbeiten unabhängig vom Bedarf selbst bei geschlossenen Heizungsventilen weiter. Das jährliche Einsparpotenzial beträgt bis zu 360 kWh. Zudem werden 30 % der Nettokosten des Pumpentauschs vom Staat übernommen. Weitere Infos zum Förderprogramm     bekommen Sie unter www.co2online.de.

4) Durchlauferhitzer statt Warmwasserspeicher: Ein Warmwasserspeicher sorgt zwar für eine konstante Temperatur des gespeicherten Wassers, allerdings wird auch mehr Strom benötigt, da die Boiler auch Strom brauchen, wenn kein Wasser benötigt wird. Trotz der höheren Anschaffungskosten empfiehlt sich oftmals der Einbau eines elektronisch geregelten Durchlauferhitzers

5) Kühl– und Gefriergeräte überprüfen: Bei alten Geräten (älter als 10 Jahre) empfiehlt es sich, den Stromverbrauch zu überprüfen. Als unser Kunde können Sie ein solches Messgerät gegen Vorlage einer Kaution kostenlos ausleihen. Sofern Sie sich für ein neues Gerät entscheiden, sollte dieses mindestens eine Energieeffizienzklasse von A++ haben, eher noch A+++. Das jährliche Einsparpotenzial kann bei einem defekten Thermostat des alten Kühlschranks schnell 500 Kilowattstunden pro Jahr ausmachen.

6) Passen Sie die Geräte Ihrem Bedarf an: Große Kühlgeräte verleiten nicht nur zu einem größeren Einkauf, Sie benötigen auch mehr Strom als kleinere Geräte.

7) Alte Spülmaschinen auswechseln: Wenn Sie ein über 10 Jahre altes Gerät gegen ein effizientes Neugerät mit der Energieeffizienzklasse A+++ austauschen, sind bis zu 30% Ersparnis beim jährlichen Stromverbrauch für‘s Spülen möglich. Neugeräte machen sich außerdem durch einen geringeren Wasserverbrauch bemerkbar.

8) Alte Waschmaschinen ersetzen: Auch hier gilt: Ist Ihre Waschmaschine älter als 10 Jahre oder ist Ihre alte Maschine ohnehin defekt und Sie benötigen eine neue Waschmaschine, dann achten Sie bei der Gerätewahl auf die Energieeffizienzklasse A+++. Auch hier wird nicht nur der Stromverbrauch reduziert, auch der jährliche Wasserverbrauch wird verringert. Beim Waschen gilt generell: Je niedriger die eingestellte Temperaturzahl ist, desto niedriger ist der Stromverbrauch des Waschvorgangs. Moderne Waschmaschinen waschen sehr effizient und bekommen die Wäsche mit geeignetem Waschmittel oft auch bei niedrigeren Temperaturen sauber und rein.

9) Energie sparen beim Kochen: Wer mit Deckel kocht, spart Energie. 1,5 Liter Wasser werden mit Deckel dreimal so schnell zum Kochen gebracht als ohne. Die Anschaffung eines neuen Induktionsherds ist zwar oft nicht billig, dabei sparen Sie aber beim Kochen nicht nur Zeit, sondern auch Strom.  

10) Achten Sie beim Fernseher auf die Effizienz: Ist Ihr Altgerät defekt und Sie benötigen ein neues Gerät? Achten Sie auch hier auf die Energieeffizienz. Das neue Gerät sollte mindestens A++, eher A+++ besitzen. Zwar  benötigt ein Fernseher nicht so viel Strom, wie allgemein immer vermutet wird. Ein gewisses Einsparpotenzial ist aber durchaus vorhanden. Allgemein bekannt ist, dass Plasma-Bildschirme einen höheren Verbrauch haben als Geräte mit einer LED-Hintergrundbeleuchtung.

 

Der Stromverbrauch im Haushalt hat sich in den vergangenen 4 Jahrzehnten mehr als verdoppelt. Neben einer raschen Zunahme der Single-Haushalte (bspw. waren 1999 ca. 34% aller Haushalte Single-Haushalte, im Jahr 2009 dagegen bereits ca. 40 %) ging der Trend zu immer größeren Wohnhäusern über. Obwohl modernere Haushaltsgeräte zwar weniger Energie verbrauchen, konnten sie den Mehrverbrauch in den allermeisten Haushalten nicht kompensieren. Laut einer Studie des BDEW (Feb. 2010) erhöht die wachsende Zahl Alleinlebender den Strombedarf der deutschen Haushalte: Wer als Single in Deutschland allein lebt, verbraucht durchschnittlich 2.050 kWh Strom im Jahr. Ziehen zwei Personen dagegen zusammen, so sinkt ihr Stromverbrauch jährlich um 660 kWh. Eine Familie mit 3 Personen verbraucht nach Angaben des BDEW im Mittel 4.050 kWh und ein vier Personen-Haushalt 4.940 kWh Strom im Jahr.

Anbei erhalten Sie weitere Tips, wie Sie grundsätzlich Ihren Strom- oder allgemein, Ihren Energieverbrauch senken können, ohne dass Sie Einbußen an Komfort oder Lebensqualität hinnehmen müssen. Sie werden verblüfft sein, wie leicht und schnell sie mit kleinen Veränderungen in Ihren Gewohnheiten Ihren Energieverbrauch spürbar senken können!

„Stromfresser“ erkennen

Besuchen Sie in regelmäßigen Abständen Ihren Stromzähler und ziehen Sie Ihre ganz persönliche Energiebilanz. Jeden Tag, einmal in der Woche oder monatlich. Auf diese Weise erhalten Sie einen Überblick über Ihr Verbrauchsverhalten und vermeiden böse Überraschungen zum Jahresende.

Mit einem Energiemessgerät können Sie auf einfachste Weise den Stromverbrauch eines jeden Elektrogeräts in Ihrem Haushalt messen. Im Fachhandel gibt es Profi-Geräte bereits ab 35 Euro, die sowohl bei kleinen Verbräuchen (Standby-Geräte) als auch bei großen Verbräuchen sehr präzise messen. Die sogenannten „Billiggeräte“ zu einem Preis von 10 Euro oder weniger sind eher nicht zu empfehlen, da diese oft nicht in der Lage sind, Kleinstverbräuche exakt zu messen. Wichtig beim Messen ist: Je länger Sie messen, umso aussagekräftiger ist das Ergebnis. Ein Kühlschrank sollte beispielsweise nicht nur 1 Stunde angeschlossen werden, sondern über eine längere Messperiode von 24 Stunden. Besonders empfehlenswert ist es, Geräte mit einem hohen Verbrauch zu messen: beispielsweise Kaffeevollautomaten, Kühlschränke, Gefriertruhen oder Aquarien. Sollten Sie kein eigenes Messgerät besitzen, leihen wir Ihnen gerne ein solches Gerät aus.

Effizienz im Haushalt

In beinahe jedem Haushalt lassen sich nahezu ohne Komfortverlust 10 bis 20% Energie einsparen.

Schalten Sie beispielsweise früh morgens oder abends das Licht nur in dem Raum an, in dem Sie sich auch aufhalten.

Duschen Sie richtig. Tauschen Sie Ihren herkömmlichen Duschkopf durch einen modernen Sparduschkopf aus. Dies spart nicht nur Wasser, sondern auch Energie.

Lüften Sie richtig. Anstatt die Fenster nur zu kippen, sollten Sie lieber stoßlüften. Allein durch Stoßlüften können Sie pro Jahr bis zu 125 Euro einsparen.

Tauschen Sie bei Gelegenheit Ihre Heizkörperthermostate durch elektronische Thermostate aus. Hierdurch verbessern Sie die Effizienz Ihrer Heizung. Achten Sie zusätzlich auf die Raumtemperatur: Jedes einzelne Grad Celsius spart bares Geld.

Überprüfen Sie Ihre Heizungspumpe. In vielen Häusern gehen von der Heizungspumpe bis zu 20% des Gesamtverbrauchs aus. Oftmals rechnet sich der Einsatz einer modernen, hocheffizienten Pumpe bereits nach wenigen Jahren. Lassen Sie daher Ihre Heizungsanlage vom Sanitärfachbetrieb Ihres Vertrauens überprüfen.

Waschen Sie Ihre Hände mit kaltem Wasser. Bei einem Drei-Personen-Haushalt können Sie auf diese Weise bis zu 75 Euro pro Jahr einsparen – ohne Abstriche in der Hygiene machen zu müssen.

Standby-Geräte vollständig vom Netz trennen

Schalten Sie Geräte vollständig aus und vermeiden Sie den Standby-Modus. Je nach Anzahl der Geräte sind allein durch diese Maßnahme Einsparungen von bis zu 80 Euro pro Jahr möglich.

Bei mehreren Verbrauchern an einem Ort empfiehlt sich der Einsatz einer Steckdosenleiste mit Hauptschalter. So können beispielsweise Fernseher, Stereoanlage, Receiver und DVD-Player komfortabel mit einem einzigen Handgriff vollständig abgeschaltet werden.

Verfügen Sie sowohl über einen Desktop-PC als auch über ein Notebook? In der Regel benötigt ein Notebook deutlich weniger Energie als ein Desktop-PC (30 Watt im Vergleich zu 200 Watt; ergibt ein Einsparpotenzial von bis zu 50 Euro pro Jahr). Schalten Sie Ihren Rechner daher stets komplett aus wenn Sie ihn gerade nicht benötigen.

Kühl- und Gefrierschrank

Stellen Sie Ihre Kühl- und Gefrierschränke von vornherein in kühleren Räumen auf. Achten Sie zusätzlich darauf, dass der Wärmetauscher auf der Geräterückseite immer freigehalten wird, damit die Luft ungestört zirkulieren kann. Überprüfen Sie auch die Temperatur Ihres Kühlschranks: Im Regelfall sind folgende Werte ausreichend:

2° C für das Fach über den Schubladen für das Gemüse
4° C bis 5° C für das mittlere Fach (Fisch/Fleisch)
8° C für das obere Fach

Ist Ihr Gerät vereist, tauen Sie es beruhigt ab – denn vereiste Geräte benötigen zusätzliche Energie. Ein leichter Reifansatz an den Innenwänden der Kühl- und Gefriergeräte ist nicht außergewöhnlich. Wird der Reif dicker oder bildet sich eine Eisschicht, erhöht sich der Stromverbrauch. In diesem Fall empfiehlt es sich, das Gerät abzutauen. Vereiste Kühlschränke oder Gefriergeräte im Dauerbetrieb erhöhen Ihren Stromverbrauch um bis zu 30%. Selbst bei modernen Geräten der Energieeffizienzklasse A+++ verursacht dies Mehrkosten in Höhe von 10 € pro Jahr. Achten Sie außerdem darauf, dass die Kühlschranktür nach dem Öffnen sofort wieder geschlossen wird. Überlegen Sie, ob Sie Ihren Kühlschrank während eines Urlaubs nicht sogar komplett abschalten. So sparen Sie nicht nur bares Geld, sondern entfrosten auch gleichzeitig Ihren Kühl- oder Gefrierschrank.

Wäschetrockner

Achten Sie außerdem darauf, die gesamte Füllmenge der Trommel auszunutzen. Der Stromverbrauch einer halbvollen Maschine ist nahezu identisch mit dem Stromverbrauch einer komplett gefüllten Maschine. Achten Sie außerdem beim Waschen darauf, dass Ihre Maschine mit einer hohen Drehzahl bereits geschleudert hat. Damit ist Ihre Wäsche nach dem Schleudervorgang trockener, und der Wäschetrockner benötigt weniger Energie. Benutzen Sie bei schönem Wetter nicht Ihren Trockner sondern die Wäscheleine im Garten.

Herd und Backofen

Wählen Sie beim Kochen stets die Kochplatte entsprechend der Topfgröße. Wollen Sie ein Gericht lediglich aufwärmen, benutzen Sie beispielsweise die Mikrowelle anstelle des Herds. Nebenbei bemerkt: Ist Ihr alter Herd defekt und eine Ersatzanschaffung geplant: Ein Induktionsherd arbeitet gegenüber konventionellen Kochfeldern wesentlich energiesparender.

Für die Erhitzung von Wasser, beispielsweise bei der Zubereitung eines Tees, ist die Verwendung eines Wasserkochers wesentlich effizienter als das Erhitzen im Kochtopf auf dem Herd. Achten Sie allerdings darauf, nur die Menge zu erhitzen, die Sie auch tatsächlich benötigen. Hierdurch ist eine Einsparung von zehn Euro pro Jahr möglich.

Benutzen Sie Ihren Backofen nicht für die Zubereitung von „Kleinigkeiten“ und vermeiden Sie langes Vorheizen.

Austausch von Altgeräten durch energiesparende moderne Geräte

Achten Sie bei der Neuanschaffung von Elektrogeräten auf deren Energieverbrauch. Bei einer Neuanschaffung sind Elektrogeräte der Energieeffizienzklasse A+++ zu empfehlen. Wird beispielsweise ein 15 Jahre alter Kühlschrank der Energieeffizienzklasse D durch einen modernen Kühlschrank der Energieeffizienzklasse A+++ ersetzt, so ist eine Einsparung von bis zu 80 Euro pro Jahr möglich.